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3D-Drucker | fertig kaufen ist langweilig – Geeetech prusa I3 A Pro 3D printer DIY kit

3D-Drucker | fertig kaufen ist langweilig – Geeetech prusa I3 A Pro 3D printer DIY kit

Ich war hin- und hergerissen. Eigentlich hätte mir ja eine Portalfräse ganz gut gefallen. Ich hatte mir auch schon ein Modell herausgesucht. Es wäre eine Shapeoko-MAX geworden. Kosten rund 1K. Viele Foren gelesen, viele Meinungen gehört. Wer eine Fräse hat, ist der Obergott, ein 3D-Drucker ist nur der billige Ersatz für eine Fräse und so einen Quatsch. Nur wer sich genau in die Materie einarbeitet weiß, dass dies eben wirklich zwei verschiedene Welten sind.

Also weiter. Ich habe mich erstmal für einen 3D-Drucker entschieden. Aber fertig kaufen ist ja langweilig, dachte ich. Also erstmal schlau machen.

Mechanik – Der Aufbau

Alles selbst bauen, lohnt nicht. Ich hab dann doch nicht so viel Zeit und preislich ist das inzwischen sehr schwierig, bei den asiatischen Angeboten überhaupt unter den Materialpreis zu kommen. In Ebay habe ich dann ein Angebot gefunden, das meinem Bastelherz höher schlagen lies. Es sollte ein Prusa I3 werden, allerdings in der Alu ausführung mit externer Kontrollbox, da ich es nicht prickelnd finde, die 230V Netzspannung irgend wie an dem Gerät angefrickelt aufzufinden.

Das externe Gehäuse, welches geschlossen ist und auch wirklich berührungssicher und geerdet ist, war mir da um einiges sympathischer.

Der Aufbau des Inneren ist meiner Meinung nach vorbildlich! Sauber verkabelt und die Leistungsteile des Netzteils werden über das Gehäuse gut gekühlt. Lediglich der Kühler wurde meiner Meinung nach falsch herum eingebaut. Sicher wegen der leichteren Montage. Der Luftstrom wurde in das Gehäuse hereingedrückt, statt herausgezogen. Des weiteren wären Kühlkörper auf den Leistungstreibern der Schrittmotoren angebracht. Bisher hat dieses Setup auch einen 24h Betrieb überstanden, auch ohne Kühlkörper.

Der Bausatz hielt, was ich mir versprochen hatte. Es war nicht einfach. Der mechanische Aufbau geht eigentlich nur mit entsprechendem Werkzeug. Der Lieferumfang ist wirklich umfangreich. Es sind reichlich Schrauben und Unterlagscheiben übrig. Also ruhig auch an den Stellen Unterlagscheiben verwenden bei denen es in der Anleitung auch nicht erwähnt wird. Leider fehlte bei mir ein Pulley, welcher aber noch nachgeliefert wird. Diesen habe ich kurzerhand im freien Handel für ein paar Euro selbst bestellt, da die Nachlieferung aus China kommt und das ganze eine Weile dauert.

Leider sind die Bohrungen der Alu Teile so genau, dass sie sicher vor dem eloxieren gepasst haben, jedoch nach dem eloxieren sicher nicht mehr. Also bleibt nichts weiter übrig, als manche Bohrungen mit der beiglegten Feile größer zu reiben. Der Aufbau nach Anleitung lief soweit problemlos. Die ersten wirklichen Probleme kamen bei der Inbetriebnahme. Die X- und Y-Achse liefen einwandfrei, jedoch wollte die Z-Achse überhaupt nicht laufen. Die Schrittmotoren stotterten einfach vor sich hin.

Nach einigem lesen in Foren konnte ich feststellen, dass ich nicht alleine war. Also folgte ich den Tips und löste alle Schrauben der Gleitlager und der Trapezgewindestangen. Die Trapezgewindestangen sind über die Koppler sauber von den Schrittmotoren getrennt. Letztendlich musste ich das externe Steuergehäuse öffnen und den Treiberbaustein mit dem Poti genau einstellen, damit die beiden Schrittmotoren genug Strom bekamen. Sicherheitshalber habe ich mir gleich die nächst größeren Treiber bestellt, welche ich aber bis heute nicht einbauen musste.

Nachdem nun die Z-Ache auch lief, konnte der erste Test durchgeführt werden. Das Druckbett ausnivilieren und los. Der erste Test war schon mal erfolgreich, wenn auch nicht ganz zufriedenstellend.

Addons – Was man noch alles braucht

Ok, der Anfang war gemacht. Was braucht man sonst noch für solch einen 3D-Drucker. Als erstes wollte ich mir auf jeden Fall die dauernde Einstellung des Druckbettes sparen. Ich hatte gelesen, dass es ein automtisches nivilieren gibt. Das klingt doch wirklich schon mal gut. Ich habe dann wieder ein paar Foren gelesen und mir über Amazon (sicher auch bei Ebay oder anderen erhältlich) einen Näherungssensor zugelegt (LJ18A3-8-Z/BX 8mm induktive Näherungsschalter Sensor NPN NO Schalter DC 6-36V). Einen Halter dafür gibt es in Thingiverse.com . Vorteil des Halters, man kann sich gleich noch einen Filamentkühler mitbestellen und verbauen. Ob dieser wirklich die oft erwähnten Qualitätssteigerungen bringt, kann ich noch nicht sagen. Bisher habe ich den Eindruck, dass dies nicht der Fall ist.

Nach dem Anbauen und verkabeln des Sensors (Achtung, hier muss noch ein Spannungsteiler eingebaut werden. Versorgungsspannung ist 12V, Signalspannung soll dann 5V sein. Mein Sensor gab aber nur 9,8V am Signalausgang heraus, was für mich von Vorteil war, da dann 2x 10KOhm Widerstände für 5V ausreichten. Wie das geht, findet ihr mit Google leicht selbst oder hier eine Nachricht hinterlassen.) erledigt war, kam das anpassen der Firmware. Ich brauchte allerdings länger, die richtige Firmware zu finden, als die Anpassungen durchzuführen. Die Firmware muss zum Board passen (meins ist ein GT2560 rev.A), sonst kann es Euch wie mir passieren, dass das Display nichts anzeigt, da die anderen Drucker andere Displays haben. Ich habe dann die richtige „Marlin“ Firmware gefunden. Geeetech hat diese auch auf ihrer Seite „versteckt“. Meist findet man den Link dann beim Produkt im Kommentarbereich, da andere auch auf der Suche sind. Ich werde meine hier noch zum Download verlinken.

Firmware anpassen

Hat man die richtige Firmware gefunden, müssen ein paar Dinge beachtet werden, über die ich auch gestolpert bin. Zum einen muss das „auto_bed_leveling“ aktiviert werden. Dazu wird der „alte“ Z-Endschalter als Sensoreingang verwendet. Zum zweiten muss jetzt aber das homing für die Z-Achse neu definiert werden, da der Sensor sonst nicht auf dem Bett misst, sondern neben dem Bett in der Luft hängt. Dazu kann in der Firmware die Funktion „Safe_Homing“ aktiviert werden. Dann wird die Z-Achse erst heruntergefahren, wenn die X- und Y-Achse erfolgreich ihre Startposition erreicht haben und anschließend auf eine Position gefahren sind, bei der der Sensor in der Bettmitte mißt.

Achtung Falle

Soweit so gut. Jetzt war nur noch das Problem, dass der Drucker bei mir das Bett nicht ausgemessen hat, sondern auf einer Stelle stehen blieb und die Z-Achse kurz geruckelt hat und mir wurden Meßwerte für das Bett zurückgeliefert. Ich wusste natürlich, dass die Werte nicht stimmen können, da der Drucker das Bett ja gar nicht ausgemessen hat. Der Grund war relativ einfach, jedoch schwer zu finden. Geeetech auch für alle Achsen die Möglichkeit Endschalter anzuschließen. Diese sind jedoch im Standard nicht verbaut. Da die Pins der Eingänge aber mit einem internen Pullup aktiv sind, sind diese „high“ und das Bett wird nicht ausgemessen, da der Controller denkt, die Achsen sind auf den Endschaltern aufgelaufen. Also habe ich die Endschalter in der Firmware noch deaktiviert (die Endpositionen sind sowieso Softwareseitig definiert) und schon wurde das Bett ausgemessen. Jetzt noch das Z-Offset der Düse zum Bett per Software setzen (M851 Z -x.x) und schon kann es losgehen.

Ich habe einige Abende mit der Fehlersuche verbracht und hoffe, dass meine Tips dem ein oder anderen helfen.

Hier noch ein kleines Video mit „Auto Bed Leveling“

Bartl -> iobroker

So, nachdem ich mit all meinen Automatisierungen nun von ccu.io zu iobroker umgestiegen bin, hab ich mich nun doch entschieden, auch die Bartl auf iobroker umzuziehen.

Was mir damals noch fehlte war der PiFace Adapter in iobroker. Ich hab mich also hingesetzt und den PiFace Adapter zu iobroker umgezogen. In dem Zug wurde der PiFace auf vielfachen wunsch, von mir noch auf adressierbarkeit erweitert. Damit ist es nun möglich, bis zu 4 PiFace auf einem Raspberry zu betreiben. Es lassen sich also 4 x 8  I/O´s realiseren (32 Eingänge und 32 Ausgänge).

Mir hat dann schon seit längerem das Touch Display mit Rahmen gefallen und an der Wärmepumpe fehlte mir immer ein Display, um Daten anzuzeigen.

Das hier ist jetzt daraus geworden. Es war ein wenig Arbeit, aber es hat sich gelohnt. Die Anlage läuft jetzt auch schon wieder längere Zeit ohne reboot oder Probleme.

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Wort Uhr Wecker aus Retro Ping Pong Spiel

Ich möchte hier kurz mein neues Spielzeug vorstellen. Viel mehr liegt der Ursprung in der Notwendigkeit, mal einen ordentlichen Wecker auf dem Nachttisch stehen zu haben. Bei allen gekauften Weckern ist entweder viel zu viel SchnickSchnack drin oder DCF Empfang, der im Keller nicht funktioniert und mehr schlecht als recht einstellbare Weck Tasten.
Da ich mal wieder die kleinen Atmel Controller entdeckt habe, bin ich auf ein sehr interessantes Projekt gestoßen. Martin Steppuhn von emsystech emsystech hat in C ein Programm für ein PingPong Spiel programmiert. Die Platine des Spiels hat genau die richtige Größe für den Nachttisch, dachte ich.
Da das Programm keine Alarmfunktion inne hatte, habe ich Martins Programm als Basis genommen und entsprechend erweitert.
Was kam alles hinzu?
– 2 weitere Taster für die Uhr und Alarmeinstellung
– Ein Piezo für den Ton
– Erweiterung des Codes auf 24h Uhr
– Erweiterung des Codes um 2 Alarmzeiten
– Erweiterung des Codes, damit die Alarmzeiten im EEProm abgespeichert werden
– und noch ein paar Kleinigkeiten
Das Projekt soll noch um NTP Zeitsynchronisation mittels ESP8266 ergänzt werden.
Den Quellcode gibt es unter GitHub: Wort Uhr Wecker

Ein kleines Video mit einem Testaufbau findet ihr hier:

Update:
Der Wort Wecker ist nun fertig und steht an seinem Bestimmungsort. Die Uhrzeit wird jetzt per NTP an den Atmega über UART übergeben. Bei einer Abweichung wird die Uhrzeit wieder neu gesetzt. Als Gehäuse dient ein Bilderrahmen eines schwedischen Möbelhauses. Die Taster sind auf der Rückseite untergebracht. Dort befindet sich auch das WLAN Modul für NTP.

Hier noch ein Bilder und ein neues Video.

wortwecker-ikea

 

 

 

 

 

 

 

 

Syr Lex 10 Enthärtungsanlage mit Limex IQ Controller

Der liebe Kalk nervt. Bei einer Eingangshärte > 20 bleibt viel Kalk hängen. Nach langer Suche haben wir uns entschlossen eine Syr Lex 10 Anlage zu kaufen. Warum genau diese Anlage will ich hier versuchen zu erklären.

Erste Frage war, brauchen wir eine Duo Anlage? Eine Duo Anlage liefert, auch während einer Regeneration, ständig weiches Wasser. Technisch gibt es da unterschiedliche Systeme. Die meisten haben 2 Patronen, welche einfach zwischen den beiden hin- und herschalten. Ist das Harz in der einen erschöpft, wird auf die andere umgeschaltet und die erschöpfte wird regeneriert. –> Nein, brauchen wir nicht. Warum? Unser Wasserverbrauch ist nicht so hoch, dass wir innerhalb 4 Tagen beide Patronen ausschöpfen würden. Soll heissen, eine der beiden Patronen würde alle 4 Tage aus Gründen der Hygiene regeneriert, obwohl sie gar nicht verwendet wurde. Also hätten wir hier unnötigen Salz- und Wasserverbrauch. Hinzukommt, dass man die Einsäulenanlage auf nächtliches Regenerieren einstellen kann. Vermutlich werden wir die einzelne Patrone auch nicht ausschöpfen, sodass dann alle 4 Tage automatisch regeneriert wird und zwar nachts. Damit haben wir dann ebenfalls immer weiches Wasser. Mal sehen, wie es in der Praxis dann aussieht.

Zweite Frage, welcher Hersteller? Für mich war natürlich auch wichtig, dass die Anlage eine Schnittstelle hat. Die Hersteller sind hier meist noch sehr rückständig. Sicherlich, potentialfreie Kontakte haben die einen oder anderen. Aber das reichte mir nicht. Ich möchte schon ein bischen mehr von der Anlage wissen. Nun gibt es auch hier Hersteller, welche schon weiter sind und Ethernet oder WLAN Schnittstellen haben. Diese lassen sich das aber auch sehr, sehr teuer bezahlen. Die Kosten stehen in keiner Relation zu dem Nutzen.

Ich bin auf einen Hersteller gestoßen, welcher eine Einsäulenanlage mit LAN Anschluss hat. Die Syr Lex 10 bietet erstmal alles, was ich mir vorstelle. Nachdem ich mit der Hotline von Syr telefoniert hatte, bekam ich die Info, dass es in naher Zukunft auch eine API geben wird. App´s für iPhone und Android gibt es schon und auch eine Weboberfläche. Einziges Manko, die Lex funkt ständig nach Hause. Die Daten werden an einen Webservice von Syr über die Internetverbindung zuhause gesendet. Mir ist es bis jetzt nicht gelungen, den Controller direkt abzufragen oder anzusteuern. Ports sind keine offen und Wireshark zeigt nur die HTTP POST Daten in Richtung Webservice. Das ganze wird leider auch noch als plain-text, also über Port 80 ins Internet gesendet. Besser wäre da eine SSL Verschlüsselung. Beruhigend ist, dass wohl niemand etwas mit den Daten anfangen wird, da hier nur Störmeldungen oder Betriebsdaten gesendet werden. Ausser der Seriennummer sind hier also keine Persönlichen Daten hinterlegt.

Was bietet die APP? Leider habe ich im www keine Screenshots der App gefunden. Ich denke, dass diese Screenshots von mir auch nur einen aktueller Stand der App darstellen. Hier wird es bestimmt noch weitere updates geben, denn die Wasserverbrauchsdaten sind im Webservice noch nicht einsehbar, jedoch kann man diese Daten auf dem Controller abrufen. Über die App sind auch Einstellungen möglich. Kurvendaten sind auf dem Screenshot nicht dargestellt, das die Anlage noch keine Daten gesammelt hat.

Screenshots

Wie geht es weiter? Ich werde die Anlage erstmal in Betrieb nehmen und ein paar Daten sammeln. Ich stehe in Kontakt mit dem Hersteller bezüglich der API. Wünschenswert wäre hier eine XML-API oder Socket Verbindung. Am allerschönsten und auch Störungsfreier wäre, wenn man den Controller direkt abfragen könnte. Mal sehen, wohin der Weg geht.

Quellen: www.syr.de

Raspberry Heizungssteuerung

Die Anlage ist in Betrieb

Die Anlage läuft jetzt schon einige Zeit produktiv. Es wurden noch ein paar „Erweiterungen“ eingebaut, wie z.B. die automatische Umschaltung auf Sommerbetrieb. Was macht die Umschaltung und wie wurde das realisisert?

Automatische Umschaltung Sommer/Winter

Durch meine Heimautomatisierung kenne ich den Zustand von jedem Heizungsventil und deren Umwälzpumpen. Die Ventilöffnung der Heizungsventile wird mir in % angegeben, die Ventile der Fußboden Einzelraumregeleung bekomme ich als AN|AUS. Der Wärmebedarf wird über die Thermostate in den einzelnen Räumen geregelt. Wird jetzt 12h lang kein Ventil geöffnet, wird die Heizung automatisch auf Sommerbetrieb umgestellt und es wird nur noch Brauchwasser erwärmt. Sobald an irgend einer Stelle wärme angefordert wird, schaltet die Heizung auch wieder auf Heizwasser Betrieb um.

Zirkulationspumpe läuft nur bei Bedarf

Auch die Zirkulationspumpe läuft nur, wenn sich jemand in den „Zapfbereichen“ aufhält. Dies ist der Bereich der Küche und der Bereich Bad. Sobald die Heimautomatisierung hier eine Bewegung erkennt, wird die Zirkulationspumpe für 10 Minuten eingeschaltet. Seit dieser Umstellung läuft die Zirkulationspumpe nicht mehr 16h am Tag und die Warmwasserbereitung hat sich auf 1x am Tag reduziert.

Urlaubsschaltung

Über die Weboberfläche kann bequem die Urlaubszeit eingetragen werden. Innerhalb der beiden Datumsbereiche wird kein Warmwasser bereitet und die Heizung fährt auf Frostschutz herunter. Die Frostschutztemperaturen lassen sich natürlich variabel einstellen.

Holiday

Überwachung

Da das System alle Daten für eine einstellbare Zeit mitloggt, ist die Erstellung von Graphen möglich. Diese Graphen können bei der Fehlersuche helfen bzw. das Verhalten der Anlage graphisch darstellen.

WW-HW-eine-Woche

Graph

Störmeldungen per Email

Durch die freie Programmierung ist es möglich, jede Art von Daten auch per Email zu versenden. Dies habe ich mir zu Nutzen gemacht und sende mir eine Email im Fall einer Störung. Die gesamte Logik der Anlage wurde mit Hilfe der Weboberfläche programmiert. Hierzu sind keine Programmierkenntnisse notwendig. Die Bausteine werden als Logikbausteine zur Verfügung gestellt und lassen sich per „Drag-and-Drop“ zusammenbauen.

Systemeinstellungen

In den Systemeinstellungen können die Grundeinstellungen vorgenommen werden. Hier werden die Temperaturen von Heiz- und Brauchwassergrenzen eingestellt. Die Betriebsstundenzähler und Kompressorstarts definiert. In meiner Anlage habe ich noch die Nachtsperre mit eingebaut, da ich im Winter vor der „Sperrzeit“ auflade. In der Vergangenheit war es meist so, dass die Wärempumpe kurz vor der Sperrzeit angefangen hat, Brauch- oder Heizwasser aufzuladen und kam dann in die Sperrzeit. Jetzt kann habe ich das besser im Griff, da das Ende der Nachtsperre gleichzeit das Aufladen startet.

Settings

Herzstück der Anlage

Hier sieht man die Anbindung des Raspberry an die Bartl Wärmepumpe. Der Raspberry steuert den Kompressor (Brauchwasser, Heizwasser), die Umwälzpumpen (Heizkörperkreis, Fußbodenkreis) und die Zirkulationspumpe für das Brauchwasser. Über das PiFace bekomme ich noch Zustände der Anlage zurück und kann Ausgänge schalten. Über die Eingänge wird zurückgemeldet, ob der Kompressor läuft (für die Betriebsstunden), ob gerade Sperrzeit des EVU anliegt und ob irgend eine Störung anliegt (Unterdruck bzw. Überdruckstörung).

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Sensorik

Bei der Sensorik habe ich mich für 1wire entschieden. Die Sensoren benötigen lediglich 2 Drähte und alle Sensoren können am Bus betrieben werden. Als Buskabel habe ich mich für RG58 Kabel entschieden. Diese Sensoren laufen bei mir schon seit einigen Jahren ohne Fehler. Die Sensoren müssen nicht abgeglichen werden und können über diesen Bus einfach erweitert werden. Derzeit betreibe ich 12 Temperatursensoren an einem Bus. Ich verwende dabei die Sensoren DS18S20 und DS18B20.

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Aktorik

Als Aktoren verwende ich 5V Relais von Finder. Diese können dann direkt meine 230V Verbraucher schalten.

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Programmierung

Die Programmierung erfolg, wie schon erwähnt, über Logikbausteine. Die Programmierung wird ebenfalls über die Weboberfläche gestartet. Hier ein paar Beispiele, wie Programme erstellt werden.

Email Benachrichtigung

Email

Betriebsstunden erfassen

Betriebsstunden

Logik Programmierung

Logik

Hier noch eine Anleitung / Dokumentation der Schritte: CCU.IO-Projekt-RaspberryPi-PiFace

Bartl Wärmepumpe meet CCU.IO

Bartl Wärmepumpe meet CCU.IO

Es ist soweit. Die Alpha Version meiner Wärmepumpensteuerung ist fertig. Bis zu diesem Jahr lief meine Homematic gesteuerte Wärmepumpe ganz gut. Doch so langsam bekomme ich ein „mulmiges“ Gefühl, da einfach zu viele Komponenten im Spiel sind. Die wären Netzwerkswitch, NetIO von Pollin, Homematic Zentrale, Homematic Funk Aktor, Router und ein selbst geschriebenes Bascom Projekt. Jetzt kommt es doch ab und zu vor, dass die Anlage nicht das tut, was sie soll. Nämlich zuverlässig laufen. Bei Windows95 war man es ja gewohnt, immer wieder neu zu installieren und mein Konstrukt benötigte auch etwa 2 reboots der Gesamtanlage im Jahr. Also muss was neues, stabileres her. Die Idee wurde durch das ccu.io Projekt geboren.

Ein Raspberry wird hier die Macht übernehmen und die Wärmepumpe, unabhängig von Routern und Netzwerk oder gar Homematic Zentralen steuern. Die Alpha Version ist fertig und wir gerade den letzen Tests unterzogen.

Hier mal ein Ausblick auf die Benutzeroberfläche.

Home

Graph

Graph-kurven

Holiday

Settings

 

Linux und Eye-fi Card – Wie bekomme ich meine Bilder automatisch auf mein NAS?

Linux und Eye-fi Card – Wie bekomme ich meine Bilder automatisch auf mein NAS?

Die Aufgabenstellung meiner Frau hörte sich ganz einfach an 😉

Kann man die Bilder aus der Kamera nicht automatisch auslesen? Jedes mal die SD-Karte im Computer einlesen, das nervt!

Da hat sie recht. Das geht mir auch auf die Nerven und meist liegen auf der Karte noch jede Menge geschossener Fotos, die man schon fast vergessen hat, auf seine gespiegelten Festplatten abzulegen. Eine gefundene Aufgabe für mich.

Es gibt eine ziemlich geniale Lösung für das Problem. Der Hersteller Eye-fi war der erste auf dem Markt, der einen WLAN Client und Accesspoint in einer SD-Karte integriert hat. Die anfänglichen Probleme sind behoben und andere Hersteller haben nachgezogen. Jedoch bietet die Eye-fi Karte immer noch die meisten Features an. Auf der Homepage kann man nachschauen, ob die eigene Kamera unterstützt wird.

eyefi

Wie funktioniert das ganze? Auf der SD-Karte ist ein kleiner Rechner eingebaut, der WLAN an Bord hat. Als Betriebssystem läuft auf der Karte ein Linux, das zum booten etwa 30 Sekunden braucht. Die Karte kann sich per WLAN (Reichweite abhängig vom Kameragehäuse) mit dem Accesspoint zu Hause oder mit dem Handy (wenn das Handy einen „Hotspot“ zur Verfügung stellt) verbinden. Es gibt auch noch App´s für iPhone und Android, um sich mit der Karte zu verbinden. Je nach Konfiguration kann man nun die Bilder direkt zu Facebook, flickr oder zum Eye-fi Server hochladen. Der Eye-fi Server bietet dann noch an, die Bilder wieder zurück auf den Computer zu laden (für mich etwas umständlich, aber dazu kommme ich noch später). Konfiguriert wird die Karte vor der ersten Verwendung am PC mit dem mitgelieferten SD zu USB Adapter und einer Software.

Zwangsregistrierung. Wenn man die Karte „out of the box“ benutzen möchte, also so wie esvorgesehen ist, muss man sich bei Eye-fi registrieren und kann dann loslegen. Die Bilder landen erstmal immer im Internet. Da mir dieses Vorgehen nicht gefällt (meine Bilder gehören mir), benutze ich eine andere Lösung.

Eyefiserver für Linux. Scheinbar bin ich nicht der einzige, dem dieses Vorgehen nicht gefällt. Im Internet habe ich den Eyefiserver gefunden. Mit dieser Software ist es möglich, den Datenverkehr der Karte ins Internet abzufangen und auf den lokalen Server umzuleiten. Unterstützt werden Debian Systeme und jedes andere Linux System, wenn man compilieren kann. Oder man hat eine „Seagate goflex“ Festplatte mit alternativer Firmware, dann kann man die Bilder dort automatisch ablegen (http://www.hackseagatesatellite.com/wordpress/2012/08/20/how-to-configure-the-eyefi-card-to-use-it-with-the-goflex-satellite/). Noch eine Möglichkeit besteht, wenn man eine QNAP-NAS besitzt. Dazu gibt es hier die Lösung: http://code.google.com/p/eyefiserver2/ . Da ich einen eigenen Debian Server zuhause betreibe, nutze ich die wirklich einfachste Lösung. Für debian gibt es den eyefiserver schon als fertiges Paket.

Installation auf Debian. Der Paketmanager bietet als „experimental“ den eyefiserver an. Das bedeutet, dass der Server zwar nicht offiziell zur Distribution gehört, aber er kann als Paket installiert werden.

HowTo: Zuerst müssen wir die source für das Paket hinzufügen.

Wir editieruen dazu mit:

nano /etc/apt/sources.list

und fügen folgende Zeilen hinzu:

# eyefi experimental

deb http://ftp.de.debian.org/debian experimental main

Danach den Paketmanager updaten mit:

apt-get update

Jetzt kann das Paket eyefiserver installiert werden:

apt-get install eyefiserver

Nach der Installation muss noch das Konfigurationsfile angepasst werden. Hier muss die ID der Karte eingetragen werden und das Zielverzeichnis, in dem die Bilder landen sollen. Die Einstellungen sind in dem Config-File sehr gut beschrieben.

nano /etc/eyefiserver.conf

Nachdem alles eingestellt ist, kann man den eyefiserver starten und testen.

/etc/init.d/eyefiserver start

Für mich eine geniale Lösung. Jetzt landen die Bilder direkt auf meinem NAS. Der Server unterützt auch mehrere Karten, sodass man auch seine Zweitkamera damit ausstatten kann.

Fritzbox und die Enttäuschung

Fritzbox und die Enttäuschung

Ich muss hier mal meine Enttäuschung gegenüber den Fritzboxen freien Lauf lassen. Vor kurzem habe ich mir eine Fritzbox 7170 über Kleinanzeigen zugelegt. Anschlüsse für ISDN, analoges Telefon, DSL und Netzwerk inklusive USB Anschluss. Neueste Firmware draufgepackt und siehe da, die etwas angestaubte Fritzbox hat nach dem Firmwareupdate auch noch einen Sip-Server integriert. Damit ist es möglich, SIP basierte Endgeräte (z.B. Smartphones, Tablets, etc.) anzuschließen. Auch eine Anzeige der Anrufer im VDR (Video Disk Recorder von Klaus Schmidinger) ist schön zu realisieren. Bis zu dem Augenblick, als ich ein „analoges“ Telefonat führen wollte. Naja, man könnte ja jetzt sagen, warum hat der noch analog, wo gerade VoIP so trendy ist? Weil es immer noch das beste Telefonieren ist!

Zurück zum Thema. Also ich wollte telefonieren und was höre ich? Ein nicht zu unterschätzendes Rauschen während des Telefonates. Was macht man da? Googeln. Da gibt es noch andere Leidensgenossen –> http://www.ip-phone-forum.de/showthread.php?t=92850

Kurz um, ich hab trotz meiner Ausbildung und allen möglichen Versuchen keine Lösung für das Problem gefunden. Die 7170 ist eine Rauschkiste, wenn man analog telefonieren möchte. Der Grund ist die „billige“ Schaltungstechnik in der Kiste. Jeder Speedport kann das besser und ich bin kein Fan von Speedport. Aber die rauschen eben nicht.

Was hab ich also gemacht? Ich dachte mir, naja, die 7170 ist ja schon etwas „älter“, kauf dir ne 7330, denn VDSL brauchst du ja nicht und inzwischen müssen die das Rauschen ja in den Griff bekommen haben?!

Leider NEIN !!! Unglaublich, AVM hat es bis heute nicht geschafft, das Rauschen in den Griff zu bekommen. Jetzt geht das Ding wieder zurück zum Händler. Ich hatte schon früher meine Probleme mit AVM, als es noch die ISA ISDN Karten von AVM gab. Das waren passive Karten, die nicht wirklich taugten. Also ich lasse jetzt von AVM Produkten die Finger, denn das geht ja gar nicht.

Es soll also jedem gesagt sein, analoger Anschluss mit Fritzbox ist nicht zu empfehlen. ISDN und VoIP sind allerdings kein Problem. Sogar in HD, auch wenn es der codec G.722 gar nicht hergibt und die bisherigen VoIP Provider dies auch nicht unterstützen. Aber es gibt ja auch schon 4K Fernseher ohne Quellen für 4K.

So on, ich hab meinem Frust luft verschafft und hoffe, dass es jemandem in seiner Entscheidung hilft.

Katzenschreck Episode 3 – Die Fertigstellung

So, nun kann ich nach einiger Zeit die Fertigstellung verkünden. Das Wetter war ja nicht gerade gnädig mit uns und so ist ein Wochenende nach dem anderen mit Regenschauer vergangen. Nun habe ich doch ein wenig Zeit gefunden, das Projekt mit tatkräftiger Hilfe meiner Frau, fertigzustellen. Gleich vorab. Bis heute haben wir keinen Katzenhaufen mehr im Garten.

Hier mal ein kleiner Einblick, wie das ganze „gesteuert“ werden kann, damit nicht der Postbote oder die Kinder geduscht werden. Auf der Homematic habe ich das System „Dashui“ installiert, mit dem eine komfortable Ansicht selbst erstellt werden kann. Mit Dashui können Grundrisse und Pages nach eigenen Vorstellungen erstellt werden. Sehr guter WAF Faktor. Ich habe gleich auf der Startseite ein „Katzensymbol“ erstellt, welches den Katzenschreck aktiviert bzw. deaktiviert. Bei aktiviertem Katzenschreck ist das Symbol blau hinterlegt.

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Die Regner uns Bewegungsmelder sind extrem flexibel einsetzbar. Die Bewegungsmelder sind wasserdicht verschraubt und mit Batterien betrieben (Lebensdauer > 2 Jahre). Die Regner lassen sich an den Gardena Steckdosen im Garten anschließen, welche dann über das Magnetventil eingeschaltet werden. Das Magnetventil wird über einen 4-Fach Funkaktor bedient. 2 Bewegungsmelder und 2 Regner bilden also 2 voneinander unabhängig einsetzbare Gruppen. Das hat sich schon bewährt, da sich die Katzen schon an die Gegebenheiten angepasst haben 😉

Also schnell einen Einheit wo anders platziert und schon war wieder Ruhe. Etwas tricky ist allerdings das einregeln der Bewegunsmelder. So mancher Vogel wurde schon naß. Aber mit ein wenig Beobachtung und testen (dafür war ja der Trockenlauf gedacht, überwacht mit CCU-Historian) habe ich die passende Einstellung gefunden. Hier noch Bilder vom Einsatz:

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Wieder ein Projekt erfolgreich abgeschlossen. Und weil wir den Garten eh schon aufgebuddelt hatten, haben wir gleich noch das Gardena Microdrip System an unserem Randstreifen verlegt und an einen freien Kanal des Funk-Aktors angeschlossen. Jetzt kann der Sommer kommen. Das gießen geht jetzt bequem vom Tablet aus. Der Heimautomatisierung sei Dank.