Von der Idee zur eigenen Fräse

Ich habe ja schon seit längerer Zeit einen 3D Drucker im Einsatz. Dieser wurde immer wieder erweitert, verbessert, umgebaut, eingehaust und druckt jetzt für meinen Geschmack recht akzeptabel. Irgend wann stößt man aber auf Grenzen des 3D Druckes und es kommt in einem der Wunsch nach einer Fräse auf, zumindest war es bei mir so.

Ich hatte mir immer wieder Open-Source Projekte von Fräsen angeschaut und auch die Preise ausgerechnet. Auch die beiden Kontrahenten X-Carve und Shapeoko hatten mir gut gefallen. Eines Tages lief mir bei Thingiverse.com die Root 3 über den Weg.

Ich war erstmal skeptisch, hab viel gelesen und mir auch den Vorgänger Root 2 auf Bildern angesehen. Den Taschenrechner ausgepackt und mal grob überschlagen. Letztendlich kann ich sagen, dass die Root 3 teurer als z.B. eine Shapeoko geworden ist. Allerdings kann man die beiden Maschinen auch nicht direkt vergleichen.

Letztendlich hat mich die Root 3 überzeugt, weil ich mir sicher war, die meisten Teile im Baumarkt bzw. lokal besorgen zu können. Meine Kinder waren auch interessiert und haben immer wieder gefragt, „Was druckst du denn wieder, Papa?“

Das Filament (26. Januar 2018)

Alles fing damit an, sich für die Farbe des Filament zu entscheiden. Meine Wahl viel auf Orange, die anderen Teile als Kontrast in Grau. Gedruckt wurde alles mit „Surreal ABS Filament 1.75“.

 

Die ersten Teile

Die ersten Teile entstehen. Gedruckt wird mit 50% infill, damit das ganze stabil genug wird.

Schnell ensteht der erste Rahmen mit 100cm X-Achse. Als Profil dienst Aluminium Vierkant 25mm x 25mm mit 3mm Wandung.

Erste Anprobe (6. Februar 2018)

Jetzt werden zum ersten mal die Dimensionen klar. Die größe passt. Netto habe ich dann einen Bearbeitungsraum von etwa 50 x 80 cm.

In der Zwischenzeit habe ich die Seitenteile bei Pete bestellt (www.rootcnc.com) und für das Lackieren vorbereitet. Im Baumarkt dann noch eine Multiplexplatte als Träger zusagen lassen. Jetzt sind eine Menge Bestellungen offen, die für den weiteren Bau benötigt werden.

Steuerelektronik (13. Februar 2018)

Viel gelesen, in Foren gesammelt und mich dann für Estlcam entschieden. Unter anderem auch, weil die Software auch ohne Lizens installierbar und zu testen ist. Inzwischen ist meine Estlcam lizensiert, da ich die Lösung echt super finde.

Das Board für Estlcam hab ich auf arduinoclub.de erworben und selbst zusammengelötet.

 

Weitere Teile sind eingetroffen (16. Februar 2018)

Die Lager sind nun eingetroffen und ich habe bei meinem Schwiegervater in der Werkstatt V2A Achsen abgestochen um die Umlenkrollen des Gurtes fertigzustellen.

Hier montiert auf den Z-Achs Platten.

Der Aufbau beginnt (17. Februar 2018)

Na es wird doch eine Fräse. Und es bewegt sich schon etwas. Die Wagen lassen sich schon hin- und her schieben. Unglaublich, wieviel Schrauben man für die Root 3 benötigt. Wieder in den Baumarkt und Schrauben besorgen.

Ich warte nun auf die Linearlager der Z-Achse. Bestellt im nahen Osten. Grundsätzlich versuche ich erstmal die Produkte in Deutschland zu bekommen, jedoch ist das nicht immer einfach. Deshalb musste ich oft auf China Ware zurückgreifen. Lieferzeiten sind natürlich bis zu 30 Tage. Manche haben aber auch einen DE Stock und liefern aus Deutschland.

Linearführungen (28. Februar 2018)

Endlich sind sie da. Und ich muss schon sagen, sie passen aber sowas von genau in Pete´s MDF gefräste Platten (klar, hat er ja auch mit einer Root gefräst).

Wichtig bei spielenden Kindern. Die beiden letzten Schrauben so weit rausstehen lassen, dass die Wägen nicht von der Schiene geschoben werden können. Sonst kann man sich neue bestellen.

Nach langer Wartezeit geht es weiter (6. April 2018)

Für die nächsten Teile habe ich erst wieder mein Taschengeld aufbessern müssen. Solange lag das Hobby brach.

Die Nema Motoren mit Treibern und Netzteilen sind eingetroffen.

4 x Treiber Baustein DQ542MA

4 x Nema 23 425oz

2 x Netzteil 36V

In den nächsten Tagen werde ich die Motoren mal anprobieren. Ich muss mir auch noch eine Lösung für das Gehäuse überlegen. Ziel wäre es, die ganze Steuerung mit Netzteilen in einem Gehäuse unterzubringen.

Die Idee für das Gehäuse ist gebohren (14. April 2018)

Ich habe noch ein fast leeres PC-Gehäuse herumliegen. Das Mainboard war defekt und der Rest wäre im Container gelandet. Erste Tests, wie alles hineinpassen würde. Sieht doch schon gut aus.

weitere Berichte folgen ….